Stimmen zum Teckpokal

Siegfried Berger

"Für den Teckpokal 1981 wollten wir erstmals eine computergestützte Auswertung einführen. Bis dahin hatte sich noch kein Verein an dieses Thema herangewagt. Im Labor meines Arbeitgebers befand sich ein Commodore 3032 mit Doppeldiskettenlaufwerk (5 1/4") und strammen 32 kB Arbeitsspeicher, den ich für diesen Zweck benutzen konnte. Das Programmieren in Basic 4.0 war nicht besonders aufwendig und Testläufe mit 10 bzw. 20 Dummy-Teilnehmern zeigte, daß alles richtig lief. Die Streichdurchgänge wurden richtig erkannt, die Flugzeit von Minuten und Sekunden richtig umgerechnet, bei zu langen Flugzeiten wurden die Punkte gekürzt - alles hat geklappt.

Am Freitag vor dem Teckpokal wurde im Clubheim die Startreihenfolge festgelegt, man musste ja noch auf die Sendekanäle achten, und ich erhielt einen Stoß mit über 300 Starterkarten. Die mussten an dem Abend noch eingegeben werden, damit am Samstag morgen alles pünktlich losgehen konnte. Ich merkte schon beim Eingeben der letzten Teilnehmernamen, daß ich mit der Speicherkapazität meines Rechners an die Grenzen kommen werde. Namen wie 'Schnarrenberger, Dieter' waren zu lang. Ich kürzte die Namenslänge auf 15 Zeichen z.Bsp.: "Schnarrenberger D" damit der Speicher ausreichte.

Am Samstag begann der Wettbewerb bei perfektem Flugwetter und der Wettbewerb wurde zügig gestartet. Bald meldete sich mein PC wieder und beklagte Speicherplatzprobleme, da ich laufend die Zeit- und Landepunkte eingab. Ich kürzte also auf 12 Zeichen und Herr Schnarrenberger wurde zu "Schnarrenber" gekürzt. Noch führte dies zu keinen Problemen beim Aushang der Punkteliste, denn erstmals konnte nach einem Durchgang auch die Ergebnisliste aller Teilnehmer ausgehändigt werden.

Am Sonntag Mittag wurde der 4.Durchgang beendet und ich hatte die Namenslänge mehrfach kürzen müssen. Es gab nur noch einen 'Schnarre', mehr Speicher war nicht da. Gott sei Dank kannte Walter Enderle bei der Siegerehrung die Piloten zum allergrößten Teil persönlich, so daß er mit den zum Teil kryptischen Namenskürzeln trotzdem die richtigen Piloten aufrufen konnte.

Seitdem gibt es EDV-Auswertung beim Teckpokal! Im Laufe der Zeit konnten wir die ganzen Anfangsprobleme lösen, so daß es heute selbstverständlich ist, daß nach jedem Durchgang und rechtzeitig zur Siegerehrung die Ergebnislisten vorliegen."

 

Jürgen Schmid

"Der Teckpokal ist schon immer verbunden mit dem Mythos Hangflug an der Teck. Er ist einer der bedeutendsten Ereignisse in der ganzen Modellflugszene. Teilnehmer aus ganz Europa wollen zur Modellflugfamilie der Teck dazugehören. Der Teckpokal ist und bleibt eine großartige Möglichkeit die Leidenschaft Modellfliegen mit anderen zu teilen und sich mit Freunden sportlich zu messen, weiterzuentwickeln und auszutauschen. Ohne den Teckpokal wäre der Hangflug und der ganze Modellflug nicht an der Stelle an der wir heute sind."

 

Werner Härer

"Ich habe mehr als 20 Mal beim Teckpokal mitgemacht und war immer mit Begeisterung dabei. Es war immerhin der weltgrösste Hangflugwettbewerb. Besonders gefallen haben mir die Gespräche mit Herrn Graupner senior, der stets dabei war und man konnte sich persönlich mit ihm unterhalten. Beim anschliessenden 'Rote Wurst' essen am Kiosk war er auch dabei und man konnte etwas über die Graupner Neuheiten erfahren."

 

Manfred Böhm

"Schon von klein an hat mich die Modellfliegerei fasziniert und der Graupner Katalog lag permanent unter meinem Kopfkissen zum Abends darin schmökern.
Darin war auch vom weltgrössten Hangflugwettbewerb 'Teckpokal' die Rede. Es war klar, da musste ich hin. Als Sechszehnjähriger von meinen Eltern gefahren kam ich dann mit einem Modellfliegerfreund Freitags an der Teck an und es wurde an der 'Zahnbürste' trainiert bis die Antennen glühten. Unsere Modelle hatten den Trainingstag leider nicht überlebt. Da konnte nur noch ein Wunder helfen. Hans Graupner stand zufällig dabei und sah wie wir den Tränen nahe waren. Ohne zu zögern nahm er den grössten Teil unserer Haverie unter den Arm und wir fuhren zusammen ins Werk nach Kirchheim/Teck. Grosszügig wurden wir mit Material ausgestattet, für die Reparatur unserer Modelle, die nicht einmal aus seinem Haus waren."

 

Philip Trautwein (13 Jahre)

"Für mich bedeutet der Teckpokal Spaß zu haben und tolle Flüge zu meistern"

 

Steffen Wiesner

"Das Modellfliegen an der Teck hat eine lange Tradition. Es ist eines der bekanntesten Hangfluggebiete in Deutschland und auch im Ausland bekannt. Ich habe das Glück, direkt am Fuße der Teck zu wohnen und konnte bereits als Jugendlicher dort meine ersten Flüge absolvieren und in die Szene hineinwachsen. Die Teilnahme am Teckpokal ist daher für mich Pflicht. Der Spaß steht dabei im Vordergrund und die Flugaufgaben sind nicht allzu kompliziert. Und dennoch muss man immer wieder staunen, wie anspruchsvoll es ist, mit Wind und Wetter klarzukommen. Auch dieses Jahr freue ich mich auf viele bekannte und vor allem neue Gesichter und wünsche mir noch zahlreiche Wettbewerbe an der Teck mit einer Vielfalt an Flugmodellen."

 

Walter Enderle (Leiter des Teckpokals von 1969 bis 1992)

"Durch den Kontakt zu anderen Vereinen und Wettbewerbspiloten wurden zu Höchstzeiten bis zu 330 Teilnehmer empfangen. Die Durchführung des Wettbewerbes war nicht einfach, die Auswertung anfangs noch manuell und zeitaufwändig. Die einheitliche Landerichtung war ein Schritt in Richtung mehr Sicherheit, der ursprüngliche Landekreis hatte ausgedient."